Ich kann es nicht beschreiben.
Weiß kein Wort, keinen Satz,
weiß noch nicht einmal wie alles begonnen hat.
Wenn Hoffnung glimmt, wo sonst alles von Zweifel bestimmt…
Fällt schwer dem Ganzen zu trauen,
doch muss ich mich trauen, auftauen und wärmen an unsäglichen Flammen.
Habe Angst zu verbrennen, bevor es geschieht,
bevor es so etwas wie ein „Zusammen“ gibt.
Kann etwas zu schön sein?
Muss einen kühlen Kopf bewahren, alles mit Fassung tragen,
bevor der Sog mich zerfrisst.
Gravitation ist manchmal tödlich, oft auch nicht,
also zieh mich an, doch bitte bleibe im Licht.
Das ist kein Ausflug ins All
und doch bedeutet es mir womöglich mehr
als all das, was man so redet.
Wer sagt, dass wir nicht abheben und uns abstoßen?
Vielleicht wird es Zeit fliegen zu lernen,
ganz alleine und zufällig zum gleichen Stern.
Sag mir, dass dein Funkspruch nicht nur drei Buchstaben hat,
sondern drei Wörter, denen nur du Bedeutung schenken kannst.
Wie nah Rettung und Glückseligkeit scheinen
und doch etwas verschiedenes meinen.
Halte Kurs auf das eine, auch wenn sich die Pole berühren,
manchmal kriegt man nur beides gemeinsam und lässt sich
verführen.
von Simeon Holub
Veröffentlicht im Göttinger Writers Guild:
https://goewritersguild.files.wordpress.com/2020/01/jahreszeitenseasons.pdf
© Simeon Holub